Zulu-Land und tropische Küstenwälder
Auf einen Hauch von Transkei hoffen wir in Margate, 20 Kilometer nördlich der Wild Coast. Unser Aufenthalt hier fällt allerdings kürzer aus als geplant.
abgesicherte und bewachte Eingänge. Ferienanlagen für Häftlinge, kommt uns in den Sinn. Wir finden dennoch eine ganz nette und gemütliche, vor allem frei zugängliche Bungalowanlage. Dafür sitzt hier der Eigentümer hinter schweren Eisengittern verschanzt in seinem Häuschen (na ja, besser er als wir).
Eine Fahrt durch Xhosa-Land und kleine Dörfer zur Oribi-Schlucht hebt unsere Stimmung wieder. Wie der Grand Canyon, nur in Kleinmaßstab natürlich, hat sich hier der Umzimkulwana seit vielen Jahrmillionen in ein Hochplateau eingegraben. Die Ausblicke vom Rand hinunter auf eine Schleife des Flusses und die Schlucht mit Wasserfall sind spektakulär - vor allem ohne irgendeine Absicherung
In St. Lucia, dem südlichsten Ort des Greater St. Lucia Wetland Park fühlen wir uns wie im Paradies. Tropischer Wald, warm und Leben auf den Straßen. In der Hornbill Street finden wir einen zauberhaften Bungalow mit Aussicht auf Dschungel und Ozean.
Linda krallt sich als allererstes einen riesigen, dicken Vogel, der aus allem herausragt. Der muss her (natürlich für keinen der Lieben zu Hause). Und beim Preis von umgerechnet fünf Euro fackeln wir nicht lange. Ein paar gemusterte Minikörbchen, ein zweiter Vogel (ähnlich, aber klein - und auch nicht zum
Verschenken), eine Maske, Trommel und ein paar als Perlhuhn geformte Tonbecher gehen noch in unseren Besitz über, und glücklich kehren wir in die Hornbill Street zurück - Linda mit dem Kleinzeug und Hans mit weiteren Tüten und dem dicken, ziemlich schweren Vogel unterm Arm.
bietet uns einen kleinen Vorgeschmack auf den Krüger Park. Eine Gruppe Kudus guckt uns neugierig entgegen, als wir neben ihnen halten, Warzenschweine, Impalas und Dikdiks, Mini-Antilopen kaum größer als ein mittlerer Hund, springen vor uns über die Straße. Lange Zeit beobachten wir einen Schopfadler beim Flug und anschließender Gefiederpflege auf einem kahlen, allein stehenden Baum.
In der Hochsaison ein Dorado für Wassersportler und Angler, liegt an diesem Nachmittag der Strand von Cap Vidal verlassen vor uns. Es pfeift ein ordentlicher Wind, nur
vereinzelt sind ein paar Spaziergänger unterwegs.
Erster Anlaufpunkt der Erkundung unserer unmittelbaren Umgebung ist die Mündung des Lake St. Lucia, der die
entschlossen dem Wasser entgegen. Dennoch beäugen wir argwöhnisch jeden größeren Busch und das hohe Gras.
Die Gelegenheit, eine kleine Zulu-Gemeinde zu besuchen, lassen wir uns nicht entgehen. Mit klapprigem Benz und einheimischem Begleiter geht es nach Khula. Fünf Kilometer hinter St.Lucia verlassen wir die Teerstraße und passieren nach ein paar Metern Staubstraße ein Häuschen. Was wie ein kleiner Wachposten aussieht, entpuppt sich als Art Kiosk, wo es Zeitungen und Tabak gibt.
Erster Stopp beim Supermarkt: Wir sollen Bonbons kaufen, da wir gleich einen Kindergarten besuchen werden. Die Lady hinter der Theke kramt alle Vorräte aus dem Laden zusammen, und mit einer Riesentüte ziehen wir weiter.
Rundfahrt gerechnet. Jetzt stehen wir da inmitten von etwa 40 Kindern zwischen zwei und sechs Jahren, die uns nicht nur fröhlich begrüßen, sondern auch noch Lieder für uns
singen und tanzen. Die Lehrerin trommelt dazu abwechselnd auf eine Obstkiste und einen Plastikeimer. Wir sind ziemlich geplättet und kommen uns mit den Bonbons etwas idiotisch vor. Wir hätten lieber einen Satz ordentliche Trommeln kaufen sollen, denken wir. Aber als wir die sehnsüchtigen Blicke auf unsere Tüte sehen, entspannen wir uns wieder. Über die Bonbons freuen sich die Kleinen aufrichtig.
Stofffusseln, kleinen Knochen (echt!) und, wie wir staunen, einem Bleistiftspitzer, für uns nur das Allererfreulichste heraus. Zufrieden verlassen wir das Orakel, im Schlepptau der Zwillingsschwester des Zauberlehrlings, die es sich nicht nehmen lässt, die Banknote zu wechseln.
hinter uns ein Kabel die Wand entlang. Die Klasse bekommt demnächst neue Computer, erzählt uns der Lehrer.